Das Auffordern (Cabeceo)

  • durch das Cabeceo läd man den Tanzpartner bzw. die Tanzpartnerin zum Tanzen ein. Am Anfang ist der Blickkontakt (Mirada). Man versucht, den Blick der /des Anderen zu erhaschen und festzuhalten. Durch gegenseitiges, leichtes Nicken gibt man sich das Einverständnis und trifft sich am Rande der Tanzfläche. Besser noch, der/die Führende holt den /die Partnerin am Platz ab.
  • möchte man aus irgend einem Grund gerade nicht tanzen, reagiert man einfach nicht auf den Blickkontaktversuch, redet weiter mit seiner/seinem Nachbarin/Nachbarn oder schaut einfach auf die Seite
  • man würde schon gerne tanzen, aber nicht auf die gerade gespielte Musik, gibt man ein Zeichen für gerne, aber später
  • ein "no go" ist es für mich, vor jemanden hinzustehen und diese/diesen zu bedrängen.
  • ein 1x gegebenes "Nein" bedeutet nicht für immer Nein. Verständnis und Toleranz wäre hier wünschenswert!

Betreten der Tanzfläche

  • bevor man sich einfach auf die Tanzfläche stellt und in eine Lücke quetscht, nimmt man Blickkontakt mit dem Führenden des  kommenden Paares auf. Nickt dieser einem zu, öffnet dieser einem eine Lücke zum Betreten der Tanzfläche.

Tanzrichtung

  • generell wird gegen den Uhrzeiger getanzt.

Ronda

  • als Ronda bezeichnet man den "Kreis" bzw. die Runde in der getanzt wird. Die Paare stellen sich im Kreis auf und tanzen gegen den Uhrzeigersinn. Ist die erste Ronda voll, wird ein zweiter Kreis weiter innen gebildet und auch dort gegen den Uhrzeigersinn getanzt. Ist auch diese Ronda voll, wird eine weitere Ronda eröffnet.
  • Alle Paare bleiben in ihrer Ronda. Zickzack, kreuz und quer tanzen, überholen und gegen die Tanzrichtung tanzen ist verpönt.
  • da die Ronda sehr sozial ist, und damit der Tanzfluss nicht zum Erliegen kommt, sollte man darauf achten, nicht zu dicht auf das vordere Paar aufzutanzen. Man sollte auch nicht länger als nötig an der gleichen Stelle tanzen. Mehrere Schriite rückwärts, gegen die Tanzrichtung zu tanzen ist ebenfalls nicht sehr sozial den Nachfolgenden gegenüber.

die Tanda

  • sie ist eine Zusammenstellung von meist 3 oder 4 Musikstücken, die zusammen gespielt werden.

Die Cortina

  • sie ist ein kleines musikalisches Zwischenspiel das eine Tanda von der nächsten Tanda trennt.
  • wärend der Cortina kann man sich von seinem/seiner Tanzpartner/in trennen und jemand neues auffordern

das Tanzen selbst

  • die meisten gehen zur Milonga um zu tanzen.
  • es gibt Tänzer und Tänzerinnen, die tanzen nur unter sich. Das sollte man aktzeptieren.
  • schön wäre es meiner Meinung aber, wenn jede bzw. jeder mindestens eine Tanda mit jemandem tanzen würde, mit dem man vielleicht noch nie getanzt hat. Oder man fordert jemanden auf, der nicht so oft aufgefordert wird.
  • wenn Gäste auf einer Milonga sind, wäre es schön, wenn man auch diese zum Tanzen auffordert. Die Gäste kommen, um mit uns zu tanzen, um ihre kostbare Zeit und ihre Freude mit uns zu teilen.

Wenn wir versuchen, mindestens 1x auf der Milonga jemanden der wenig oder garnicht zum Tanzen kommt oder Gast ist aufzuforden, glaube ich, muss niemand mehr gefrustet nach Hause gehen.